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Die WGZ BANK ist auch im Handel von sogenannten Spreadprodukten tätig. Spreadprodukte sind Papiere, die aufgrund der Bonität des Emittenten mit einem Zinsaufschlag (Spread) gegenüber weniger risikobehafteten Anleihen (z.B. Anleihen des Bundes) ausgestattet sind. Dieser Spread wird von den Investoren in Abhängigkeit von der jeweiligen Bonität gefordert. Ausdruck der Bonität ist das Rating. Mit abnehmender Bonität, d.h. mit einem tendenziell schlechterem Rating, wird ein höherer Spread, d.h. ein höherer Zinsaufschlag, gegenüber einer mit weniger Risiko behafteten Referenzanleihe gefordert. Zu den Spreadprodukten zählen unter anderem:

Corporate Bonds (Unternehmensanleihen)

Schuldverschreibungen von Unternehmen werden unter dem Begriff "Corporate Bonds" zusammen gefasst. Unternehmen aus Industrie und Dienstleistung haben in den letzten Jahren verstärkt Gebrauch von diesem Instrument gemacht, um ihre Refinanzierungsbasis zu verbreitern und somit auch größere Finanzierungen wahrnehmen zu können.

Man unterscheidet die Segmente der "Investment-Grade" eingestuften Corporate Bonds und der sogenannten "High Yield Bonds", die von den Rating-Agenturen als spekulativ beurteilt werden und einem höheren Ausfall und Kursänderungsrisiko unterliegen.

Generell stellen Corporate Bonds eine interessante Anlagealternative mit einer breiten Auswahl an liquiden Wertpapieren dar.

Emerging Markets Bonds

Als Emerging-Markets bezeichnet man Staaten mit sich entwickelnden Aktien- und Rentenmärkten. Diese Staaten beherbergen 85% der Weltbevölkerung und 65% ihrer Rohstoffe.

Es stehen mehr als USD 500 Milliarden Anleihen von Schuldnern aus Emerging-Market Ländern aus. Dabei handelt es sich um Eurobonds (international emittierte Anleihen), Domestic-Bonds (auf dem einheimischen Markt in Landeswährung begebene Anleihen) und um Brady-Bonds. Brady-Bonds sind Anleihen, die zur Restrukturierung von Bankkrediten durch öffentliche Schuldner begeben werden.

Emerging Markets haben in den letzten Jahren ein starkes Interesse von Anlegern auf sich ziehen können, da die Zinsen in vielen dieser Länder gefallen sind und eine marktorientierte Wirtschaftspolitik betrieben wird. Investoren gehen davon aus, dass der Konkurrenzkampf um neues Kapital diese Staaten weiterhin zwingen wird die marktorientierte Wirtschaftspolitik aufrechtzuhalten, die Inflation zu reduzieren und die Staatshaushalte auszugleichen.

Reutersseite: WGZEURO01-10


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