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Presse
 

30.07.2009 WGZ BANK: Gewinne absichern und Verluste begrenzen

- Stopp-Loss-Marken bereits beim Kauf setzen
- Nach starken Kurssteigerungen die Marken nachziehen

Seit März 2009 ist der DAX um rund 40 % gestiegen. Vor diesem Hintergrund rät die WGZ BANK den Anlegern, ihre Kursgewinne mit Stopp-Loss-Marken abzusichern. Die meisten Bürger lassen sich bei ihren Kapitalanlagen zu sehr von Stimmungen leiten. Denn wer erst verkauft, wenn Panik um sich greift, steigt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt aus. Und Anleger, die nur bei guter Stimmung an den Kapitalmärkten einsteigen, kaufen oftmals zu Höchstpreisen. „Anleger, die von steigenden Aktienkursen profitieren wollen, ohne ein übermäßiges Verlustrisiko einzugehen, sollten so genannte Stopp-Loss-Marken setzen“, sagt Volker Siedhoff, Leiter Asset Management der WGZ BANK. Bei dieser Strategie überlegt der Anleger zunächst, wie viel die jeweilige Aktie verlieren darf. Dementsprechend legt er die Stopp-Loss-Marke fest. Sobald diese Marke unterschritten wird, werden Aktien automatisch verkauft und die Kursrückschläge entsprechend begrenzt.

Ein Beispiel: Werden Aktien zu einem Kurs von 100 Euro gekauft und will der Anleger nicht mehr als 10 % seines Kapitals riskieren, müsste die Stopp-Loss-Order bei einem Kurs von 90 Euro gesetzt werden. Diese Verkaufsorder wird erst dann ausgeführt, sofern der Kurs der Aktie die Marke von 90 erreicht oder unterschreitet. So wird verhindert, dass noch nicht realisierte Gewinne ganz aufgezehrt oder ein Großteil des investierten Kapitals verloren geht, wie es viele Anleger im Jahr 2008 erleben mussten. 

Stopp-Loss-Marken bereits beim Kauf setzen

Empfehlenswert ist, Stopp-Loss-Marken bereits beim Kauf zu setzen. Wird ein Verlust auf 10 % begrenzt, kann ein lediglich 11-prozentiger Kursanstieg eines neuen Engagements den realisierten Verlust ausgleichen. „Zieht ein Anleger erst nach einem Verlust von 50 % die Reißleine, muss das verbliebene Kapital bereits verdoppelt werden, um das eingesetzte Vermögen wieder zu erhalten“, so Siedhoff. Steigt der Aktienkurs, sollten die Gewinne teilweise gesichert und der Stopp-Kurs schrittweise erhöht werden.

Unterschiedliche Schwankungsstärke von Aktien beachten

Der Nachteil einer Stopp-Loss-Strategie besteht allerdings darin, dass bei einem nur vorübergehenden Kursverlust die Aktie verkauft  wird und das Papier danach wieder steigt. Siedhoff: „Der Anleger sollte vor dem Setzen eines Stopp-Loss berücksichtigen, in welche Aktienart er investiert hat. Denn Aktien sind unterschiedlich schwankungsanfällig.“ Standardwerte aus dem DAX zeigen typischerweise weniger starke Kursausschläge als Wachstumswerte aus dem TecDAX. Bei Letzteren sollte deshalb der Stopp-Loss großzügiger gesetzt werden. Bezogen auf das vorherige Beispiel also nicht nur bei 10 %, sondern bei 15 % oder 20 % unterhalb des aktuellen Kursniveaus. 

Sinnvoll ist eine Stopp-Loss-Strategie nur bei liquiden, laufend gehandelten Aktien. Denn bei sehr kleinen Aktiengesellschaften, die nur wenig gehandelt werden, könnte ein Verkauf nur zu einem niedrigeren Kurs als der vorher gesetzte Stopp-Kurs zustande kommen.



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