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Presse
 

25.03.2010 WGZ BANK beweist Leistungsfähigkeit

  • Ergebnisse sowohl der WGZ BANK als auch der WGZ BANK-Gruppe deutlich verbessert
  • Cost-Income-Ratio in der Bank auf 45,3 % und in der Gruppe auf 36,3 %verbessert
  • bilanzielles Eigenkapital wächst um 19,1%;
  • „harte“ Kernkapitalquote von 9,2 %
  • Dividende steigt von 5 auf 7 € je Aktie
  • Weitere Stärkung der Reserven und Rücklagen
  • Guter Start in das Jahr 2010
  • Nr.-1-Strategie für Rheinland und Westfalen
  • WGZ BANK für den Mittelstand

Die WGZ BANK hat in dem herausfordernden Umfeld des Geschäftsjahres 2009 abermals ihre Leistungsfähigkeit und Solidität unter Beweis gestellt und gute Ergebnisse erzielt. Diese Ergebnisse ermöglichen es, sowohl eine erhöhte Dividende an die Anteilseigner auszuschütten als auch die Reserven und Rücklagen ein weiteres Mal zu stärken und so zusätzliche Vorsorge für die Zukunft zu treffen.

So stieg in dem 125. Jahr der Geschichte der WGZ BANK ihr Jahresüberschuss nach Steuern im HGB-Abschluss um 81 % auf 90,5 Mio. € – bei einer gleichzeitigen erheblichen Dotierung der stillen Vorsorgereserven im Risikoergebnis. Das IFRS-Ergebnis vor Steuern der WGZ BANK-Gruppe verbesserte sich von -330 Mio. € auf +358,2 Mio. €.

Werner Böhnke, Vorstandsvorsitzender der WGZ BANK: „Wir sind mit unseren Resultaten des Jahres 2009 insgesamt zufrieden. Auch mit Blick auf die Branche meinen wir – bei aller gebotenen Zurückhaltung – diese Zahlen können sich sehen lassen. Wir bleiben allerdings vorsichtig, nicht zuletzt angesichts der Unsicherheiten an den Märkten.“

Die Cost-Income-Ratio der Bank verbesserte sich auf 45,3 % und in der Gruppe auf 36,6 %. 

Das bilanzielle Eigenkapital der WGZ BANK-Gruppe stieg von 2,6 Mrd. € um 19,1 % auf über 3,0 Mrd. €. Im Herbst 2009 konnte die WGZ BANK durch eine erfolgreiche Kapitalerhöhung ihre Kapitalbasis weiter verstärken. So nahm die Gesamtkennziffer gemäß SolvV von 9,7 % auf 12,3 % ebenso deutlich zu wie die Kernkapitalquote, die von 6,8 % auf 9,2 % stieg. Das Kernkapital besteht ausschließlich aus sog. hartem Eigenkapital, nämlich Grundkapital, Rücklagen und Fonds für allgemeine Bankrisiken.

Mit Blick auf das laufende Jahr berichtete Böhnke: „Die WGZ BANK ist in den ersten beiden Monaten des Jahres gut „aus den Startblöcken“ gekommen.“ So konnten in allen wesentlichen operativen Ergebnisbestandteilen die anteiligen Vorjahres- und auch die Planwerte übertroffen werden. Die Bank blicke deshalb zwar mit Zuversicht, aber auch mit Vorsicht auf den weiteren Verlauf des Jahres 2010. Nach den laufenden Planungen sei die WGZ BANK – nicht zuletzt dank der Reservenbildung der vergangenen Jahre – auch weiterhin solide aufgestellt und auf verlässlichem Kurs unterwegs.

Nr. 1-Strategie für Rheinland und Westfalen

Böhnke erkennt die WGZ BANK wie auch die gesamte genossenschaftliche Bankengruppe als gut aufgestellt: „Wir haben uns in der Finanzkrise als verlässliche und solide Finanzdienstleister erwiesen. Diesen Vorsprung, den wir in der Wahrnehmung der Bürger erreicht haben, müssen wir nutzen und weiter ausbauen.“ So folgt die WGZ BANK der Strategie, bis zum Jahr 2014 gemeinsam mit ihren Mitgliedsbanken die Nummer 1 im Rheinland und Westfalen zu werden. Erfolgsmaßstäbe sind hierbei die Kundenzufriedenheit sowie Marktanteilsgewinne und der wirtschaftliche Erfolg.

Ein Baustein ist die Stärkung der Kundenbindung. So wird die WGZ BANK im laufenden Jahr erstmals den Mitgliedern der Genossenschaftsbanken im Rheinland und Westfalen eine Nachranganleihe der WGZ BANK offerieren. Die Exklusivität dieses Wertpapiers fördert die Bindung der Mitglieder an die genossenschaftliche Bankengruppe. Vor dem Hintergrund der in Zukunft zu erwartenden höheren Eigenkapitalanforderungen ist die Nachranganleihe auch als ein Pilotprojekt zur Eigenkapitalbeschaffung für den gesamten genossenschaftlichen FinanzVerbund zu sehen.

Ein weiterer Baustein ist die enge Partnerschaft der WGZ BANK mit dem Mittelstand. So konnte die WGZ BANK allein im Jahr 2009 mehr als 500 neue Kredite mit einem Volumen von 2,1 Mrd. € vergeben. Ferner konnte sie 175 neue Kunden gewinnen, so dass sich die Zahl ihrer Kundenverbindungen in diesem Segment auf über 2.000 erhöhte. Insgesamt, also inkl. der Prolongationen, wuchs das durchschnittliche Volumen der Kredite an mittelständische Firmenkunden um 5,9 % auf über 5,4 Mrd. € deutlich über dem negativen Branchentrend.

Ertragslage der WGZ BANK 2009 nach HGB

Der Zinsüberschuss stieg mit einem Plus von 30 % deutlich. Dieser Anstieg ist insbesondere auf Fälligkeiten höherverzinslicher Einlagen der Mitgliedsbanken zurückzuführen, die im vorangegangenen Jahr das Zinsergebnis der Bank noch belastet hatten. Des Weiteren enthält der Zinsüberschuss der Bank einen Sondereffekt aus einer verursachungsgerechten Zuordnung bestimmter Ergebniskomponenten des zinstragenden Geschäfts im Zuge der Umsetzung des BilMoG. Diese Komponenten waren ursprünglich dem Handelsergebnis zugeordnet. Auch ein deutlich gestiegener Ertrag aus der Fristentransformation prägt den Anstieg des Zinsüberschusses.

Der Provisionsüberschuss ging nahezu ausschließlich umsatzbedingt zurück. Dies zeigte sich in erster Linie im Wertpapiergeschäft, aber auch im Auslands- und Exportgeschäft.
Der Nettoertrag aus Finanzgeschäften erwies sich trotz des Rückgangs bei vergleichsweise starken Zinsbewegungen insbesondere im ersten Quartal des Geschäftsjahres als ausgesprochen stabil.

Das sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich infolge von Erträgen aus der Veräußerung von Software sowie Zinsen für Steuererstattungen.

Der Verwaltungsaufwand stieg kräftiger als in den vorangegangenen Jahren. Dieser Anstieg geht vor allem zurück auf deutlich höhere Aufwendungen für Projekte, mit denen die Unterstützung der Mitgliedsbanken modernisiert und ausgebaut wird, z.B. in der Wertpapierabwicklung, im Gemeinschaftskreditgeschäft sowie im Zahlungsverkehr. Ebenfalls wirken sich die deutlich gestiegenen Beiträge der WGZ BANK für die genossenschaftliche Sicherungseinrichtung im Zuge der im vergangenen Jahr verabschiedeten Reform auf den Sachaufwand aus. Der höhere Personalaufwand enthält neben den normalen Gehaltssteigerungen auch eine Sonderzahlung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anlässlich des 125jährigen Jubiläums der WGZ BANK. Des Weiteren belasten die deutlich erhöhten Abführungen an den Pensionssicherungsverein den Personalaufwand.

Das um 22 % verbesserte Betriebsergebnis vor Risikovorsorge hat es erlaubt, die Risikovorsorge für das Jahr 2009 erheblich aufzustocken. Der deutlich überwiegende Teil dieser Aufstockung betrifft in Höhe von 120 Mio. € eine kräftige Dotierung der stillen Vorsorge-Reserven nach § 340 f HGB. „Mit diesem deutlichen Aufbau setzen wir unverändert und konsequent unsere vorsichtige Bilanzpolitik fort“, so Böhnke.

Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge fiel infolge dieser Vorsorge natürlich niedriger aus als im Vorjahr, in dem noch die Auflösung eines Teilbetrages der Vorsorgereserven in die Bilanzgestaltung einbezogen wurde.

Der 2009 wieder positive Saldo aus dem sonstigen Geschäft beruht im Wesentlichen auf außerordentlichen Erträgen aus der Veräußerung einer Beteiligung.

Unter Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von 22,6 Mio. € stieg der Jahresüberschuss um beachtliche 81 % auf 90,5 Mio. €.

Auf der Grundlage dieses guten Ergebnisses werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung der WGZ BANK am 22. Juni 2010 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 7 € je Aktie im Nennwert von 100 € vorschlagen. Die Gesamtausschüttung, bei der auch die volle Dividendenberechtigung der jungen Aktien aus der Kapitalerhöhung im vergangenen Herbst zu berücksichtigen ist, beläuft sich damit auf 45,5 Mio. €; das ist eine Steigerung um 51 %. Darüber hinaus wird die WGZ BANK ihre Gewinnrücklagen mit 45 Mio. € dotieren, was ein Plus von 125 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Ertragslage der WGZ BANK-Gruppe 2009 nach IFRS

Anders als in der Bank sank nach dieser Darstellung der Zinsüberschuss der WGZ BANK-Gruppe, da unter der IFRS-Rechnungslegung Teile des zinstragenden Geschäfts im Handelsergebnis auszuweisen sind.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg auch in der Gruppe deutlich. Wesentliche Ursachen sind Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem Kunden-, aber auch aus dem Interbankengeschäft. Des Weiteren enthält die Risikovorsorge Zuführungen zur so genannten Portfolio-Wertberichtigung.

Der Rückgang des Provisionsüberschusses verteilt sich etwa gleichmäßig auf alle Gruppengesellschaften. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die WL BANK aus dem Vermittlungsgeschäft mit den Mitgliedsbanken ohnehin stets einen negativen Provisionsüberschuss ausweist. Insofern ist der dortige Anstieg des Provisionsaufwands in erster Linie auf weitere intensive Vermittlungstätigkeiten der Partnerbanken der WL BANK zurückzuführen.

Die deutliche Verbesserung des Handelsergebnisses betrifft überwiegend die WGZ BANK selbst, aber auch ihre Banktöchter. Böhnke: „Neben den Wertaufholungen, die wir in unserer Berichterstattung im vergangenen Jahr mit Blick auf die gute Qualität unserer Portfolien prognostizierten, spiegeln sich in diesem Ergebnis auch die positiven Beiträge aus dem Handelsgeschäft der WGZ BANK-Gruppe wider. Dieses Ergebnis ist gerade auch vor dem Hintergrund besonders erfreulich zu werten, als in der WGZ BANK-Gruppe Erleichterungen bei der Bewertung von Wertpapieren aufgrund wieder liquiderer Märkte kaum noch herangezogen werden mussten; fast allen Wertansätzen liegen also wieder tatsächliche Marktpreise zugrunde.“

Das Ergebnis aus Finanzanlagen zeigt sich ebenfalls deutlich verbessert, allerdings infolge von – vergleichsweise geringen – realisierten Verlusten aus Wertpapieren immer noch negativ.
Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen resultiert weitestgehend aus dem so genannten Portfolio Hedge Accounting in der WL BANK.

Der deutliche Anstieg des Verwaltungsaufwandes in der WGZ BANK prägt maßgeblich auch den Verwaltungsaufwand der WGZ BANK-Gruppe; darüber hinaus erhöhten sich sowohl die Sach- als auch die Personalaufwendungen der WL BANK, wenn auch in geringerem Umfang als in der Muttergesellschaft.

Das sonstige betriebliche Ergebnis ging in der Gruppe zurück. Dies ist im Wesentlichen Folge wieder niedrigerer Zinssätze zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen.
Das Ergebnis vor Steuern zeigt sich mit +358,2 Mio. € nach
-330 Mio. € im Jahr zuvor deutlich verbessert. 

Dem positiven Ausweis bei den Steuern aus dem vorangegangenen Jahr infolge der Verpflichtung zur Aktivierung von latenten Steuererstattungsansprüchen steht ein Steueraufwand von 70,3 Mio. € für das Jahr 2009 gegenüber.

Das Ergebnis nach Steuern, das im Jahr zuvor einen Fehlbetrag auswies, beläuft sich nunmehr auf 287,9 Mio. €.



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