WGZ BANKDer Klima- und Umweltschutz hat für viele mittelständische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen heutzutage einen hohen Stellenwert. So erachtet fast jeder zweite Mittelständler (43%) dieses Thema für wichtig oder sehr wichtig. Das ergab die aktuelle Unternehmensbefragung der WGZ BANK sowie der angeschlossenen Volksbanken und Raiffeisenbanken, an der sich knapp 1.000 Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen beteiligten. „Die Mittelständler haben erkannt, dass ihr Engagement nicht nur positiv auf die Umwelt wirkt, sondern auch den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens beeinflusst“, sagt Uwe Berghaus, stellvertretendes Vorstandsmitglied der WGZ BANK. „So ist Nachhaltigkeit für viele Unternehmen ein an Bedeutung gewinnender Wettbewerbsfaktor.“
Ein Großteil der Unternehmen hat den Klima- und Umweltschutz in das Kerngeschäft integriert. Denn 44 % offerieren ihren Kunden gemäß eigener Angaben umweltverträgliche Produkte und Dienstleistungen. Innerhalb des Unternehmens haben bereits annähernd zwei Drittel der Befragten (62%) Maßnahmen im Rahmen des Klima-/Umweltschutzes umgesetzt. Dieser Anteil steigt mit zunehmender Unternehmensgröße. Dabei stehen die Abfallreduktion/-vermeidung (58%) und die verbesserte Energieeffizienz (47%) besonders im Vordergrund, gefolgt von der Reduzierung des CO2-Ausstoßes (41%) sowie Recycling (39%). Insgesamt will fast jeder dritte Mittelständler (29%) in Sachen Klima-/ Umweltschutz tätig werden.
Die Mehrheit der Mittelständler (66%) setzt sich in erster Linie aus persönlicher Überzeugung für den Klima- und Umweltschutz ein. Danach erst wird die Reduktion der Kosten für Energie, Transport, Abfallentsorgung und Rohstoffe (53%) als maßgeblicher Grund genannt. Positive Imageeffekte verspricht sich mehr als jeder dritte Befragte (38 %). Wegen gesetzlicher Auflagen zum Klimaschutz verpflichtet sehen sich 34 %, während 31 % eine Steigerung ihres Unternehmenserfolgs erwarten. Die Anforderungen ihrer Kunden motivierten 29 % der Befragten zu Aktionen im Umweltschutz.
Wer in den Klima- und Umweltschutz investiert, kann sich dies mit staatlicher Unterstützung vollständig oder teilweise finanzieren lassen. Die in diesem Bereich existierenden Förderprogramme sind erst 36 % der mittelständischen Unternehmer bekannt. Davon haben sich 31 % bereits erfolgreich um solche Fördermittel beworben. Somit besteht noch ein hoher Aufklärungsbedarf. Insbesondere zu den staatlichen Förderprogrammen wünscht sich mehr als die Hälfte der Mittelständler (56%) von ihrer Bank Informationen. 47 % erwarten günstige Kreditkonditionen für Klima-/ Umweltschutzinvestitionen und 21 % das Angebot spezifischer Produkte (z.B. Sonderkreditplafonds).
Nachhaltigkeit steht für ökologisch und sozial verträgliches unternehmerisches Wirtschaften. Den meisten Mittelständlern (83%) ist dieser Begriff bekannt. „Ein auf nachhaltiges Wirtschaften ausgerichtetes Geschäftsmodell ist für viele Unternehmen heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und daher in fast jedem zweiten Unternehmen von hoher bis sehr hoher Bedeutung“, so Berghaus. Dass dieses Thema für jedes Unternehmen unabhängig von seiner Größe und Branche eine wichtige Rolle spielen sollte, meinen sogar 85 % der Mittelständler. So fühlen sich viele Befragte durch nachhaltiges Handeln in ihrer unternehmerischen Freiheit auch nicht eingeschränkt (77%). Von den Unternehmern, die schon einmal von dem Begriff Nachhaltigkeit gehört haben, setzen sich auch 74 % im sozialen oder gesellschaftlichen Bereich ein.