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Presse
 

31.08.2010 Halbjahresergebnisse 2010: WGZ BANK weiter erfolgreich

  • WGZ BANK erzielt das beste Halbjahresergebnis ihrer Geschichte.
  • Cost-Income-Ratio von 48,1 % auf 36,9 % verbessert.
  • Weitere erhebliche Reservendotierung geplant.
  • Starke Zuwächse im operativen Geschäft der gesamten WGZ BANK-Gruppe.
  • Wertschwankungen bei europäischen Staatsanleihen verarbeitet.
  • WGZ BANK und ihre Mitgliedsbanken sind im mittelständischen Förderkreditgeschäft die Nr. 1 in NRW.
  • Ausbau der gemeinsamen Aktivitäten mit der DZ BANK.

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld hat sich die WGZ BANK sehr gut behauptet. Der Halbjahresabschluss der WGZ BANK nach HGB zeigt ihre nachhaltige operative Stärke und belegt die Stabilität und Festigkeit ihres Geschäftsmodells. In allen Ergebnisbestandteilen konnte die WGZ BANK, zum Teil sehr deutlich, zulegen. „Aufgrund unserer ausgesprochen guten Kapital- und Reservenausstattung, unseres belastbaren und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Geschäftsmodells und der im europäischen Stresstest unter Beweis gestellten Widerstandskraft der WGZ BANK-Gruppe zeigt sich die WGZ BANK unverändert solide und verlässlich. Wir haben erfreuliche, zum Teil sehr deutliche Verbesserungen in allen operativen Ergebnisbestandteilen erzielt“, stellt Werner Böhnke, Vorstandsvorsitzender der WGZ BANK, fest.
 
Die WGZ BANK weist zur Jahresmitte mit 107,9 Mio. € vor Steuern und 68,3 Mio. € nach Steuern das mit Abstand beste Halbjahresergebnis ihrer 126jährigen Unternehmensgeschichte aus. 

Mit einer Cost-Income-Ratio von 36,9 % dürfte sie nicht nur in Deutschland zur Spitze zählen. 

Vor dem Hintergrund dieser guten Entwicklung verarbeitet die WGZ BANK-Gruppe die Wertschwankungen der europäischen Staatsanleihen umfassend in ihrer IFRS-Rechnungslegung. Das mit dem ausgewiesenen niedrigen Halbjahresüberschuss verbundene Wertaufholungspotenzial bildet stille Reserven für die Zukunft.

Halbjahresergebnisse der WGZ BANK 2010 (nach HGB)

Für den von 158,4 Mio. € auf 174,8 Mio. € (10,4 %) gestiegenen Zinsüberschuss sind vor allem Fälligkeiten höherverzinslicher Einlagen verantwortlich. Zudem konnte die Bank im ersten Halbjahr die günstige Zinsstruktur nutzen, um mit Augenmaß die im Zinsüberschuss enthaltenen Strukturbeiträge auszuweiten.

Der Provisionsüberschuss der WGZ BANK nahm ebenfalls deutlich um 23 % von 31,7 Mio. € auf 39,0 Mio. € zu. Die Ergebnisverbesserung geht auf einen spürbaren Anstieg der Geschäftsabschlüsse und Umsätze in den meisten Geschäftsfeldern zurück. Dies betrifft das Wertpapiergeschäft, das Private Banking, das Kreditgeschäft und den Zahlungsverkehr.

Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften nach HGB verbesserte sich von 35,1 Mio. € auf 61,3 Mio. €. Dieses gute Ergebnis ist Folge unserer erfolgreichen Handelsaktivitäten und der Verbesserung des Fair-Value-Ergebnisses im Wertpapiergeschäft.

Das sonstige betriebliche Ergebnis fiel von 5,9 Mio. € auf 1,8 Mio. €. Dies hängt mit einem deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammen, die ihre Ursache in einer nach dem BilMoG notwendigen Ausweisänderung von zuvor im Personalaufwand gezeigten Bewertungsergebnissen – der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen –  haben.
 
Der Verwaltungsaufwand sank um 9,0 Mio. € auf 102,1 Mio. €. Dabei nahmen die Personalkosten aufgrund höherer Löhne und Gehälter sowie Neueinstellungen um 3,1 % auf 52,4 Mio. € zu. In diesem Anstieg sind auch höhere Beiträge zum Pensionssicherungsverein enthalten. Die Sachkosten konnten erheblich um 10,8 Mio. € auf 45,5 Mio. € gesenkt werden (-19,2 %). Entlastend wirkten hier vor allem erkennbar niedrigere Projektaufwendungen.

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge sprang um 45,7 % von 120,0 Mio. € auf 174,8 Mio. € . 

Die Risikovorsorge liegt mit 85 Mio. € auf der Höhe des zeitanteiligen Vorjahreswertes. Wie im Vorjahr ist geplant, den größten Teil der ausgewiesenen Risikovorsorge in die Vorsorgereserven einzustellen. Die zur Jahresmitte ausgewiesene Risikovorsorge übersteigt die tatsächlichen Wertberichtigungen bei weitem.

Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge erreicht 89,8 Mio. € und liegt um 54,8 Mio. € weit über dem guten Vorjahreswert.

Unter Berücksichtigung des Saldos aus dem sonstigen Geschäft von 18,1 Mio. € beläuft sich das Ergebnis vor Steuern auf 107,9 Mio. €.

Der Steueraufwand wird zur Jahresmitte mit 39,6 Mio. € ausgewiesen. Damit beträgt der Halbjahresüberschuss nach Steuern 68,3 Mio. €. Das ist das mit Abstand beste Halbjahresergebnis der WGZ BANK.

Die Cost-Income-Ratio der WGZ BANK erreichte mit 36,9 % nach 48,1 % einen neuen Spitzenwert. Hierin zeigt sich die hohe Produktivität der Bank und ihrer Mitarbeiter.

Halbjahresergebnisse der WGZ BANK Gruppe 2010 (nach IFRS)

Die Ertragslage der WGZ BANK-Gruppe ist zur Jahresmitte von einem negativen Handelsergebnis als Folge der erheblichen Wertschwankungen bei europäischen Staatsanleihen geprägt. Die stabile Ertragskraft versetzt die WGZ BANK-Gruppe in die Lage, diese Wertschwankungen und damit die derzeitigen Auswirkungen der Staatsschuldenkrise transparent in ihrer GuV zu verarbeiten. In allen übrigen Ergebnisbestandteilen zeigen sich die Stärke und weitere Verbesserung des operativen Geschäfts der WGZ BANK und der gesamten Gruppe.
 
Der Zinsüberschuss erhöhte sich in der WGZ BANK-Gruppe leicht um 0,3 % auf 232,6 Mio. €. Angesichts des niedrigen Zinsniveaus ist dieser Ergebnisausweis zur Jahresmitte als ein sehr guter Erfolg zu werten, zu dem vor allem die WGZ BANK und die WL BANK beigetragen haben.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 deutlich reduziert werden. An der Entwicklung dieser Position sind die gute Qualität der Engagements und die breite Diversifizierung der Portfolien zu erkennen. Das Geschäft mit den mittelständischen Firmenkunden verläuft auch im ersten Halbjahr weiterhin sehr erfreulich.

Der Provisionsüberschuss wuchs stark um 9,1 % von 37,5 Mio. € auf 40,9 Mio. Dieser Anstieg wird im Wesentlichen getragen von der guten Entwicklung der WGZ BANK. In der WL BANK übersteigt der Provisionsaufwand den -ertrag als Folge des von den Volksbanken und Raiffeisenbanken vermittelten Immobiliengeschäfts.

Das Handelsergebnis ist mit -129,2 Mio. € negativ. Es wird belastet von den Turbulenzen an den Kapitalmärkten im zweiten Quartal, die zu massiven Spreadausweitungen bei den europäischen Staatsanleihen führten. Diese werden innerhalb der Gruppe von der WL BANK gehalten. Ausfälle sind in dem Portfolio nicht zu verzeichnen, die Bank erwartet auch in Zukunft keine. Die in der Gruppe gehaltenen Staatsanleihen sind der Kategorie „Fair Value“ und nicht der Kategorie „held to maturity“ zugeordnet. Dies hat unmittelbare Konsequenzen in der GuV-Rechnung nach IFRS. Die Auswirkungen der erheblichen Kursschwankungen zeigen sich als entsprechende Belastung im Handelsergebnis. Angesichts des erklärten Willens, innerhalb der EU die Stabilisierung des europäischen Wirtschafts- und Währungsraumes weiter voran zu treiben, dürfte sich durch die jetzt verarbeiteten Belastungen für die gesamte WGZ BANK-Gruppe ein nennenswertes Wertaufholungspotenzial eröffnen.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen verbesserte sich kräftig auf 0,5 Mio. €. Es enthält vorwiegend die Bewertungsergebnisse der Wertpapiere der Kategorie „available for sale“.

Der Verwaltungsaufwand ging in der Gruppe um 5,1 % auf 135,1 Mio. € zurück. Hier haben sich weitere Effizienzgewinne innerhalb der Gruppe sowie die deutlich gesunkenen Projektkosten insbesondere bei der WGZ BANK entlastend bemerkbar gemacht.

Das sonstige betriebliche Ergebnis nahm von 11,1 Mio. € auf 5,4 Mio. € ab. Dieser Rückgang ist vor allem Folge der Zinsanpassungen bei den Pensionsrückstellungen, die in dieser GuV-Position ausgewiesen sind.

Aufgrund der nach dem gewählten strengen Fair-Value-Ansatz für Staatsanleihen unter IFRS abzubildenden Wertschwankungen im Handelsergebnis beträgt das Ergebnis vor Steuern in der WGZ BANK-Gruppe -4,1 Mio. €. Unter Berücksichtigung des zur Jahresmitte anzusetzenden Steuerertrags von 16,1 Mio. € beläuft sich der Halbjahresüberschuss der WGZ BANK-Gruppe auf 12,0 Mio. €.

Bilanz der WGZ BANK-Gruppe

Die Bilanzsumme der WGZ BANK-Gruppe stieg um 5,3 Mrd. € (5,5 %) auf 100,9 Mrd. €. Der Anstieg erklärt sich weitgehend mit Ausweitungen des Mitgliedsbankengeschäfts, des Geschäfts mit Firmenkunden sowie den Aktivitäten am Interbankenmarkt. Die Geschäftspolitik der Gruppe verfolgt das Ziel eines gesunden und nachhaltigen Wachstums. Gemeinsam mit den Mitgliedsbanken ist die Gruppe hier auf gutem Wege.

So entwickeln sich die Geschäfte mit den Mitgliedsbanken, den Firmenkunden und den Kapitalmarktpartnern sehr erfreulich. Besonders hervorzuheben ist der erneute Anstieg der Kreditausleihungen speziell im Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden. Neue Rekordzahlen gibt es im Förderkreditgeschäft. In diesem für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wichtigen Segment, zeigt sich die genossenschaftliche Bankengruppe immer stärker als gesuchter Partner des Mittelstandes: Im Förderkreditgeschäft für den Mittelstand ist sie mittlerweile die Nr. 1 in NRW.

Solide Kapitalausstattung

Das bilanzielle Eigenkapital der WGZ BANK-Gruppe beträgt zur Jahresmitte 3 Mrd. € nach 2,7 Mrd. € im Jahr zuvor. Die Gesamtkennziffer der WGZ BANK gemäß Solvabilitätsverordnung stieg im Vergleich zum Vorjahreswert von 11,3 % auf 12,8 %. Die Kernkapitalquote nahm im gleichen Zeitraum von 8,3 % auf 9,2 % zu. Das Kernkapital besteht unverändert nur aus „hartem“ Kernkapital, es enthält keine sogenannten hybriden Kapitalbestandteile. „Angesichts dieser quantitativ und qualitativ guten Kapitalausstattung und nicht zuletzt dank unserer hervorragenden Reservenausstattung sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt“, betont Böhnke.

Ausblick

Die Entwicklungen insbesondere im zweiten Quartal dieses Jahres haben einmal mehr gezeigt, dass die Finanzkrise noch nicht vorüber ist. „Auch wenn die WGZ BANK und mit ihr die gesamte Gruppe bislang gut durch die Krise gekommen ist, bleiben wir auch im mittlerweile dritten Jahr der Krise vorsichtig. Das Umfeld ist herausfordernd“, so Böhnke.

„Vorausgesetzt – dieses Wort möchte ich unterstreichen – vorausgesetzt die Stabilisierung der Finanzmärkte kehrt zurück und die gute Entwicklung der Konjunktur hält an, gehen wir davon aus, dass sich auch die gesamte WGZ BANK-Gruppe weiter gut entwickeln wird. Das wird uns erneut in die Lage versetzen, sowohl unsere Vorsorgereserven in nennenswertem Umfang zu stärken als auch eine attraktive Dividende an unsere Anteilseigner auszuschütten“, gibt sich Böhnke vorsichtig optimistisch.

Gemeinsame Aktivitäten mit der DZ BANK

Ab September werden mittelständische Kunden von der VR Unternehmerberatung, ein gemeinsames Joint Venture mit der DZ BANK, in Fragen rund um die Unternehmensnachfolge beraten sowie bei Transaktionen von Unternehmen oder Unternehmensteilen unterstützt. Den Volksbanken und Raiffeisenbanken steht damit zugleich eine weitere hochqualifizierte Partnergesellschaft in ihrem Firmenkundengeschäft zur Verfügung.

„Nachdem bereits in Abstimmung mit den Fachgremien beim BVR ein gemeinsamer Marktauftritt im Geschäftsfeld Private Banking entwickelt worden ist, der noch im Herbst an den Start gehen wird, prüfen wir nun, ob und inwieweit wir unsere gemeinsamen Aktivitäten auch in diesem Segment auf eine noch breitere Basis stellen können. Wir arbeiten konkret daran, die Kooperationsfelder unserer Luxemburger Tochtergesellschaften, also der DZ International und der WGZ BANK Luxembourg auszuweiten und die Zusammenarbeit noch weiter zu vertiefen“, kündigte Böhnke weitere Schritte der Kooperation an.

WGZ BANK-Gruppe (nach IFRS, in Mio EUR)
  01.01.-30.06.2009 01.01.-30.06.2010 Veränderung in %
Zinsüberschuss 232,0 232,6 0,3
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -70,5 -10,5 -85,1
Provisionsüberschuss 37,5 40,9 9,1
Handelsergebnis 192,9 -129,2 <-100
Ergebnis aus Finanzanlagen -18,6 0,5 <-100
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen -2,5 -8,7 >100
Verwaltungsaufwand -142,3 -135,1 -5,1
Sonstiges betriebliches Ergebnis 11,1 5,4 -51,4
Ergebnis vor Steuern 239,6 -4,1 <-100
Steuern -53,1 16,1 <-100
Halbjahresüberschuss 186,5 12,0 -93,6
WGZ BANK (nach HGB, in Mio. EUR)
  01.01.-30.06.2009 01.01.-30.06.2010 Veränderung in %
Zinsüberschuss 158,4 174,8 10,4
Provisionsüberschuss 31,7 39,0 23,0
Nettoertrag aus Finanzgeschäften 35,1 61,3 74,6
Sonstiges betriebliches Ergebnis 5,9 1,8 -69,5
Verwaltungsaufwand 111,1 102,1 -8,1
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge 120,0 174,8 45,7
Risikovorsorge* -85,0 -85,0 0
Betriebsergebnis 35,0 89,8 >100
Saldo sonstiges Geschäft 9,2 18,1 96,7
Ergebnis vor Steuern 44,2 107,9 >100
Steuern -6,9 -39,6 >100
Halbjahresüberschuss nach Steuern 37,3 68,3 83,1
Cost Income Ratio 48,1 36,9  

* zeitanteiliger Wert


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